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Hypnoze

Hypnose bei Angst: wann sie helfen kann und wann nicht

Du kennst deine Angst und fragst dich, ob Hypnose ein Weg für dich ist. Hier bekommst du eine ehrliche Antwort, den Ablauf einer Sitzung und klare Grenzen.

Eine Frau steht am Fenster, die Hände auf der Brust, und atmet ruhig aus.

Kennst du das?

  • Vor dem Gespräch wird der Hals eng, obwohl eigentlich nichts passiert.
  • Du suchst nach einer Ausrede, nur um nicht hingehen zu müssen.
  • Das Herz klopft schon beim Gedanken an die Situation, Tage vorher.
  • Nachts spielst du durch, was alles schiefgehen könnte.

Die kurze Antwort

Die Enge in Brust oder Hals, und dann der Griff zur Ausrede, damit du nicht hinmusst: Genau an diesem Ablauf kann Hypnose bei manchen Ängsten ansetzen. Sie kann einen Anstoß geben, ersetzt aber keine Psychotherapie und keinen Arzt und garantiert nichts. (Wenn es gerade akut ist: Hinweise ganz unten.)

Tommy nennt das Trance State Hypnosis: deine Angst, bearbeitet mit deinen Worten.

Was hält die Angst am Laufen?

Vielleicht denkst du: Mit mir stimmt etwas nicht. Oft ist es eher ein gelernter Alarm, der schon anspringt, wenn du nur an die Situation denkst, Tage vorher, nachts im Bett. Du bist also längst in der Angst, bevor etwas passiert. Und wenn du dann ausweichst, erlebst du nicht, dass es auch gut ausgehen kann. So wird die Schleife enger.

Deshalb ist die Angst in der Sitzung der Anlass, nicht der Gegenstand. Gearbeitet wird an dem, was sie aufrechterhält: an dieser Schleife aus Erwartung und Vermeidung und an dem Teil von dir, der dich auf seine Art schützen will. Meist meint er es nicht böse. Er hat nur gelernt, dass Rückzug sicherer ist. Weil dieser Alarm gelernt ist, kann er sich auch wieder leiser stellen lassen, während der schützende Teil bleibt.

Ein Mann geht ruhig einen Parkweg im Herbst entlang.

Angst loswerden, besiegen, bekämpfen?

Wer so sucht, hat oft schon lange gekämpft und ist müde davon. Ehrlich gesagt kann dir niemand versprechen, dass die Angst ganz verschwindet, und ganz ohne sie wäre es auch nicht gut, denn sie warnt dich, wenn wirklich Gefahr droht. Dazu kommt etwas Paradoxes: Wer gegen die Angst ankämpft, hält sie oft gerade dadurch wach, weil jeder Kampf ihr zeigt, dass es hier etwas zu fürchten gibt.

Das Ziel ist deshalb ein anderes, nämlich mehr Spielraum. Im entscheidenden Moment, vor dem Meeting oder an der Tür, sollst du öfter selbst wählen können, statt dass der alte Ablauf für dich entscheidet. „Bewältigen“ heißt dann: kleine, geübte Schritte, keine große Schlacht.

Nicht: „Ich muss die Angst besiegen.“ Sondern: „Ein Teil von mir schützt mich auf seine Art. Ich lerne, ihm zuzuhören, ohne mich von ihm steuern zu lassen.“

Wie arbeitet Tommy, und wie läuft eine Sitzung ab?

Du sitzt per Video in deinem eigenen Raum, bleibst wach und kannst jederzeit abbrechen. Hypnose ist gebündelte Aufmerksamkeit, kein Ausgeliefertsein. Tommy arbeitet mit Bildern in deiner Sprache statt mit Befehlen und spricht mit dem Teil, der Alarm schlägt, statt gegen ihn zu kämpfen. Dazu kommt, dass du dich der Situation Stück für Stück näherst, erst in Gedanken, dann im Alltag.

Eine Sitzung läuft meist so ab:

  1. Die Schleife finden. Ihr klärt, wann die Angst anläuft: die Rolltreppe im Kaufhaus, der Anruf beim Amt, das Meeting am Montag.
  2. Nach innen gehen. Tommy führt dich in einen ruhigen Zustand, der Atem wird langsamer.
  3. Eine andere Erfahrung machen. Du gehst in Gedanken in die Situation, bemerkst die Enge und probierst aus, wie es sich anfühlt, dort mit mehr Abstand zu stehen, statt den alten Ablauf zu wiederholen.

Für die erste Sitzung nimm dir etwa 90 Minuten Zeit, weitere dauern meist um die 60 Minuten. Braucht dein Thema mehr als eine, kostet das nicht extra.

Was ist belegt, was nicht?

Bei Angststörungen nennt die deutsche Leitlinie zuerst Psychotherapie, meist Verhaltenstherapie, und je nach Lage Medikamente. Das ist der gut belegte Weg und bleibt die erste Wahl.

Quelle: AWMF, S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen und Patientenleitlinie (PDF)

Hypnose wird bei Ängsten vor allem als Ergänzung dazu untersucht. In einer Meta-Analyse über verschiedene Beschwerden, darunter Ängste, brachte sie zusätzlich zur Verhaltenstherapie im Schnitt mehr als Verhaltenstherapie allein; für Hypnose als alleiniges Verfahren ist die Lage dünner. Für deinen Fall folgt daraus kein Versprechen: Manche spüren schnell mehr Abstand, andere wenig.

Quelle: Kirsch, Montgomery & Sapirstein (1995), Journal of Consulting and Clinical Psychology 63, 214–220

Deshalb kann Hypnose eine laufende Therapie ergänzen; sprich das mit deiner Therapeutin oder deinem Therapeuten ab. Alles, was Medikamente betrifft, bleibt Sache deiner Ärztin oder deines Arztes. Bei einer akuten Psychose ist Hypnose nicht geeignet, bei Trauma braucht es besondere Vorsicht und oft einen anderen Rahmen. Ob du gut Zugang zur Hypnose findest, klärt ihr im Erstgespräch.

Quelle: NetDoktor, Hypnose: Anwendungsgebiete und Grenzen

Welche Angst meinst du genau?

Wenn deine Angst einen klaren Auslöser hat, helfen dir diese Seiten weiter:

Fürchtest du vor allem die Angst selbst, also die nächste Welle oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, dann lies bei Panik weiter. Manche Angst hängt nicht an einem Ort, sondern an Menschen, an der Arbeit, am Alleinsein oder am Rausgehen. Das lässt sich im Erstgespräch gut sortieren, weil Tommy erst fragt, wann genau sie anspringt. Und wenn zur Angst eine gedrückte Stimmung kommt, die nicht weggeht, lies zuerst die Seite zu Depression: Dann ist Behandlung der erste Schritt.

Willst du einschätzen, wie stark Angst und Sorgen dich gerade begleiten? Weiter unten findest du einen kurzen Selbsttest mit sieben Fragen. Er ersetzt keine Diagnose, gibt dir aber eine erste Orientierung.

Wer macht das, und was kostet es?

Tommy Müller ist Heilpraktiker für Psychotherapie und Systemischer Coach. Er sitzt in Leipzig und arbeitet ausschließlich online, für Menschen aus ganz Deutschland. Bevor du etwas zahlst, sprecht ihr 30 Minuten kostenlos: Du schilderst deine Angst, Tommy sagt dir ehrlich, ob Hypnose passt, und du darfst danach Nein sagen.

Die Hypnose kostet 250 € für ein Thema, in der Regel 1 bis 3 Sitzungen, alle im Preis. Mehr dazu unter Kosten und Krankenkasse.

Selbsttest: Wie laut ist deine Angst gerade?

Sieben Fragen, etwa eine Minute. Der Test beruht auf dem GAD-7, einem Fragebogen, den Arztpraxen nutzen, um Angst und Sorgen einzuschätzen. Antworte so, wie es in den letzten zwei Wochen meistens war.

Deine Antworten bleiben in deinem Browser. Nichts wird gespeichert oder gesendet. Der Test ist eine Orientierung, keine Diagnose.

Wie oft hast du dich in den letzten 2 Wochen durch die folgenden Beschwerden beeinträchtigt gefühlt?

  1. 1 Nervosität, Ängstlichkeit oder Anspannung
  2. 2 Nicht in der Lage sein, Sorgen zu stoppen oder zu kontrollieren
  3. 3 Übermäßige Sorgen bezüglich verschiedener Angelegenheiten
  4. 4 Schwierigkeiten zu entspannen
  5. 5 Rastlosigkeit, sodass Stillsitzen schwerfällt
  6. 6 Schnelle Verärgerung oder Gereiztheit
  7. 7 Gefühl der Angst, so als würde etwas Schlimmes passieren
0 von 7 beantwortet
Quelle: GAD-7: Spitzer, Kroenke, Williams & Löwe (2006); deutsche Fassung: Löwe u. a. (2008). © Pfizer, frei nutzbar, keine Genehmigung nötig; für diese Seite in die Du-Form übertragen.

Was oft gefragt wird

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Das hängt von deinem Thema ab. Am Preis ändert es nichts: 250 € für ein Thema, in der Regel 1 bis 3 Sitzungen, alle im Preis. Eine feste Zahl, nach der die Angst sicher weg ist, kann niemand ehrlich versprechen.

Gebe ich in der Hypnose die Kontrolle ab?

Nein. Du bleibst wach, hörst alles und kannst jederzeit sprechen, die Augen öffnen oder abbrechen. Nichts passiert, was du nicht willst.

Funktioniert Hypnose online?

Die Sitzung läuft per Video, ähnlich wie ein Gespräch. Du brauchst einen ruhigen Raum, in dem dich niemand stört, und eine stabile Verbindung. Manchen fällt es zu Hause leichter, sich zu entspannen: eigener Raum, kein Anfahrtsweg, kein Wartezimmer.

Was kostet das, und zahlt die Krankenkasse?

250 € für ein Thema, in der Regel 1 bis 3 Sitzungen, alle im Preis. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt das in der Regel nicht.

Kann ich meine Angst ganz loswerden?

Das kann dir niemand ehrlich versprechen. Ein Rest Angst gehört zum Leben, weil er dich vor echten Gefahren warnt. Realistisch ist eher dieses Ziel: dass sie leiser wird und du mehr Spielraum bekommst. Ob und wie weit das bei dir gelingt, kann niemand vorher sagen. Im Erstgespräch klärt ihr, ob Hypnose dafür ein sinnvoller Versuch ist.

Was ist der Unterschied zwischen Hypnose und Therapie bei Angst?

Psychotherapie, meist Verhaltenstherapie, ist laut Leitlinie die erste Wahl bei Angststörungen. Hypnose kann sie ergänzen, am besten abgesprochen mit deiner Therapeutin oder deinem Therapeuten. Sie ersetzt keine Behandlung.

Die Angst muss heute nicht weg sein. Erzählen reicht.

Erst reden, dann entscheiden

Im Erstgespräch (30 Minuten, kostenlos) erzählst du Tommy, um welche Angst es geht. Er sagt dir offen, ob Hypnose dafür passt oder ob ein anderer Weg zuerst dran ist. Danach entscheidest du in Ruhe.

Drei kurze Fragen. Du musst nichts perfekt beantworten. Sie helfen dir und Tommy, die 30 Minuten gut zu nutzen.

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