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Hypnoze

Hypnose: was sie ist, was sie kann und was nicht

Kein Schlaf, keine Show, kein Kontrollverlust. Hypnose ist eher etwas, das du tust, als etwas, das mit dir passiert. Hier liest du, was in einer Sitzung passiert, was die Forschung zeigt und wobei Menschen sie nutzen.

Tommy Müller spricht mit Kopfhörern ruhig in einen Videocall.

Kennst du das?

  • Du hast „Hypnose“ gesucht und weißt nicht, ob das Show, Esoterik oder etwas für dich ist.
  • Um zwei Uhr nachts spielt der Kopf dieselbe Schleife ab.
  • Vor dem Termin schlägt das Herz, obwohl du dir sagst, dass es unnötig ist.
  • Die Hand geht zur Zigarette, bevor du es entscheidest.

Du weißt es längst. Dein Körper macht es trotzdem anders.

Du weißt, was du tun müsstest. Im Moment, der zählt, macht dein Körper trotzdem etwas anderes.

Dabei fehlt selten das Wissen. Was fehlt, ist der Zugang zu genau diesem Moment. Mehr Information und mehr Disziplin sprechen den Teil an, der ohnehin Bescheid weiß. Der Moment selbst läuft schneller ab: Die Hand greift, das Herz rast, der Kopf dreht seine Runde, bevor du entschieden hast.

Vielleicht hältst du dich deshalb für zu schwach. Hier lohnt ein zweiter Blick. Was so automatisch abläuft, ist eingeübt, und oft steckt dahinter ein Teil von dir, der dir etwas geben will: eine Pause, Vorsicht, Trost. Das ist kein Charakterfehler. Und was eingeübt ist, lässt sich auch anders üben.

Vorher: „Ich bin das Problem. Mir fehlt der Wille.“ Jetzt: „Ein Teil von mir sorgt auf seine Art für mich, und mit ihm lässt sich ein neuer Weg üben.“

Was passiert in einer Hypnose-Sitzung?

Du richtest deinen Fokus nach innen und lässt Vorstellungen entstehen. Dafür nutzt du Fähigkeiten, die du längst hast: Konzentration, Vorstellungskraft, Erwartung. Einen Schalter, der dich in einen fremden Zustand kippt, gibt es nicht. Du bleibst die ganze Zeit wach, hörst alles und kannst sprechen, die Augen öffnen oder abbrechen.

Quelle: NetDoktor, Hypnose

Tommy führt, und du entscheidest mit. Eine Sitzung sieht grob so aus:

  1. Den Moment klären. Wann genau passiert es? Wo bist du, was spürst du, was sagst du dir in dem Augenblick?
  2. Nach innen gehen. Tommy führt dich mit seiner Stimme in einen ruhigen, fokussierten Zustand. Der Atem wird oft langsamer, der Körper schwerer.
  3. Neu üben. In diesem Zustand gehst du in Gedanken in die Situation und probierst eine andere Reaktion aus, mit Bildern und Worten, die zu dir passen.

Danach kommst du in deinem Tempo zurück, und ihr sprecht über das Erlebte. Mit Bühnenshow hat das nichts zu tun: Es geht um dein Thema, in Ruhe und zu zweit.

Welche Rolle spielt Erwartung?

Eine große. Forschende wie Irving Kirsch beschreiben Erwartung als einen Kern von Hypnose, denn was du erwartest, prägt, wie du sie erlebst. Das ist kein Trick, sondern ein Teil dessen, wie Hypnose arbeitet, und er wird offen besprochen.

Quelle: Kirsch (1985), American Psychologist 40, 1189–1202

Tiefe Entspannung ist keine Voraussetzung. Viele erleben ruhiges Fokussieren, und besondere Gefühle sind kein Beweis, dass es „geklappt“ hat.

Woran Tommy in den Sitzungen arbeitet

Ob Angst, Schlaf, Stress, Zigarette oder Gewicht: Das Symptom ist der Grund, warum du dich auf den Weg machst. Gearbeitet wird aber an dem, was es aufrechterhält, also an eingeübten Abläufen, an inneren Bildern und an deinem Bild von dir selbst. Tommy geht davon aus: Wer sich als „Grübler“ oder „Angsthase“ sieht, findet sich im entscheidenden Moment oft genau dort wieder.

Dafür verbindet Tommy Hypnose mit anderen Wegen. Hypnose nach Milton H. Erickson arbeitet mit Bildern, kleinen Geschichten und deinen eigenen Worten statt mit Befehlen. In der Arbeit mit inneren Anteilen hört ihr dem Teil zu, der am Alten festhält, und fragt, wofür er sorgen will. Dazu nehmt ihr aus der Verhaltenstherapie etwas Handfestes mit, das du am nächsten Dienstagabend ausprobieren kannst. Ausführlich, mit allen Wegen, steht das unter Hypnotherapie.

Eine Sitzung kann etwas anstoßen, das danach weiterläuft; kaum jemand geht als neuer Mensch hinaus. Manche brauchen danach noch etwas Begleitung, bei anderen sortiert sich manches von selbst weiter. Das Ziel ist mehr Spielraum für dich, sodass du im entscheidenden Moment öfter selbst wählst.

Was ist belegt, was nicht?

Das kommt stark auf das Thema an, und ein Heilversprechen gibt es bei keinem.

Schmerz gehört zu den am besten untersuchten Feldern. Studien zeigen, dass Hypnose das Schmerzerleben mindern kann, etwa bei medizinischen Eingriffen oder chronischen Schmerzen. Unklare Schmerzen gehören zuerst ärztlich abgeklärt.

Quelle: Jensen et al. (2009), International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis 57, 198–221; Sellick & Zaza (1998), Cancer Prevention and Control 2, 7–14

Ängste sind ein Feld, in dem Hypnose vor allem als Ergänzung zur Verhaltenstherapie untersucht wird. In einer Meta-Analyse über verschiedene Themen verbesserten sich Teilnehmende mit Hypnose zusätzlich zur Verhaltenstherapie im Schnitt stärker als mit Verhaltenstherapie allein, auch bei Ängsten.

Quelle: Kirsch, Montgomery & Sapirstein (1995), Journal of Consulting and Clinical Psychology 63, 214–220

Bei Rauchen, Gewicht, Schlaf und Stimmung ist die Studienlage dünner oder uneinheitlich. Hier kann Hypnose vor allem Übungen einen Rahmen geben.

Quelle: Cochrane, Hypnotherapie zur Raucherentwöhnung

Wie Hypnose genau wirkt, ist nicht abschließend geklärt. Die Hirnforschung hat keinen einheitlichen „Hypnose-Zustand“ gefunden; das Gehirn reagiert je nach Vorschlag unterschiedlich.

Quelle: Lynn, Kirsch & Hallquist (2008), Social cognitive theories of hypnosis, Oxford Handbook of Hypnosis

Und es gibt Situationen, in denen Hypnose nicht der erste Schritt ist. Bei einer akuten Psychose ist sie nicht geeignet, und körperliche Beschwerden, die noch niemand angesehen hat, gehören zuerst zur Ärztin oder zum Arzt. Das ist keine Absage, sondern eine Frage der Reihenfolge.

Quelle: NetDoktor, Hypnose: Anwendungsgebiete und Grenzen

Wobei Menschen Hypnose nutzen

Die meisten kommen nicht wegen „Hypnose“, sondern wegen eines Moments, der immer gleich abläuft. Welcher ist es bei dir?

Wenn es vor allem nachts ist, bist du in guter Gesellschaft: Rund jeder dritte Erwachsene in Deutschland berichtet, schlecht ein- oder durchzuschlafen. Was Hypnose da kann und was nicht, steht unter Hypnose bei Schlafproblemen. Und wenn einfach alles zu viel ist, schau bei Stress; meldet er sich vor allem im Bauch, bei Reizdarm und Stress.

Quelle: RKI, Journal of Health Monitoring, Faktenblatt Schlafstörungen 2024

Wenn das Herz vor einem Termin rast, lies weiter bei Hypnose bei Angst; dort geht es auch um Prüfungen und ums Fliegen, um die Angst vor dem Zahnarzt und die Angst beim Autofahren. Bei Panik und Depression steht auf den Seiten zuerst, wo es akut Hilfe gibt, denn dort sind ärztliche und psychotherapeutische Behandlung der erste Weg und Hypnose kann höchstens ergänzen.

Wenn die Hand schneller ist als der Entschluss, passt Rauchen. Welche Wege es zum Aufhören gibt, vom Pflaster bis zur Beratung, vergleicht die Seite Raucherentwöhnung, und was in den ersten Tagen ohne Zigarette im Körper passiert, steht unter Rauchentzug. Dasselbe Muster steckt oft hinter Nägelkauen und anderen Gewohnheiten. Und wenn du dich selbst immer wieder kleinmachst, passt die Seite zum Selbstwertgefühl.

Geht es ums Essen, beginnt der Weg bei Abnehmen; kommt der Hunger vor allem abends, lies zuerst Heißhunger. Wer eigentlich eine schnelle Lösung sucht, findet dort ernst gemeinte Antworten zu Abnehmtabletten und zu schnell abnehmen. Und wenn der Körper sich gerade verändert, hilft die Seite zum Abnehmen in den Wechseljahren, Körperliches und Gewohnheit auseinanderzuhalten.

Wie Trance State Hypnosis konkret aussieht

Es beginnt mit dem Erstgespräch: 30 Minuten, kostenlos, per Video. Dabei geht es weniger darum, ob dein Thema zur Hypnose passt, als darum, ob du zu ihr passt: ob du Zugang findest und ob dir diese Art zu arbeiten liegt. Tommy sagt dir offen, wenn etwas anderes besser geeignet wäre, und du darfst ohne Begründung Nein sagen.

Passt es, arbeitet ihr an dem einen Thema, das dich gerade am meisten bremst. Das kostet 250 € für ein Thema, in der Regel 1 bis 3 Sitzungen, alle im Preis. Für die erste Sitzung nimm dir etwa 90 Minuten Zeit, weitere dauern meist um die 60 Minuten. Was alles drin ist, steht unter Kosten.

Tommy sitzt in Leipzig (zum Praxissitz) und arbeitet ausschließlich online. Wie das technisch läuft, erklärt Hypnose online.

Was oft gefragt wird

Was bedeutet Trance State Hypnosis?

So nennt Tommy seine Arbeit: Hypnose als Trancezustand, also eine nach innen gerichtete Konzentration auf den einen Moment, in dem dein Thema kippt. Trance heißt nicht weg. Du hörst, was passiert, kannst sprechen und jederzeit aufhören. Wie tief es sich anfühlt, ist von Mensch zu Mensch verschieden, und auch eine leichte Trance reicht für die Arbeit.

Kann ich gegen meinen Willen hypnotisiert werden?

Nein. Hypnose braucht deine Mitarbeit. Vorschläge, die nicht zu dir passen, kannst du ablehnen, und du kannst jederzeit aufhören.

Funktioniert Hypnose bei jedem?

Menschen sprechen unterschiedlich stark darauf an. Das sagt nichts über Willensstärke oder Leichtgläubigkeit. In Studien ließ sich die Ansprechbarkeit mit Übung steigern. Wer beim ersten Mal wenig spürt, ist einfach noch ungeübt.

Bleibe ich wach?

Ja. Hypnose ist kein Schlaf. Du hörst alles, kannst sprechen und die Augen öffnen. In der Regel erinnerst du dich an die ganze Sitzung.

Ersetzt Hypnose Arzt oder Therapie?

Nein. Hypnose kann eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung ergänzen, sie ersetzt sie nicht. Medikamente und Behandlungen besprichst du weiter mit deiner Ärztin oder deinem Therapeuten.

Du musst Hypnose nach dieser Seite nicht gut finden. Es reicht, wenn du sie jetzt anders siehst als vorher.

Erst reden, dann entscheiden

Im Erstgespräch (30 Minuten, kostenlos, per Video) erzählst du Tommy, worum es geht. Er sagt dir offen, ob Hypnose passt oder ob etwas anderes besser geeignet ist. Danach entscheidest du in Ruhe.

Drei kurze Fragen. Du musst nichts perfekt beantworten. Sie helfen dir und Tommy, die 30 Minuten gut zu nutzen.

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