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Hypnoze

Panikattacken: was in dir passiert, was du tun kannst und wann Hypnose helfen kann

Das Herz rast, die Luft wird knapp, und du fragst dich, ob Hypnose dir helfen kann. Hier bekommst du eine ruhige Antwort: was im Moment hilft, was im Körper los ist und wo Hypnose ihren Platz hat.

Eine ruhige, weite Wasserfläche am Morgen, eine sanfte Welle rollt heran.

Kennst du das?

  • Das Herz rast, und du bist sicher, dass gleich etwas Schlimmes passiert.
  • Du horchst auf jeden Herzschlag, ob er stolpert.
  • In der Bahn setzt du dich so, dass du schnell raus kannst.
  • Du sagst Termine ab, nur für den Fall, dass es wieder passiert.
  • Du hast mehr Angst vor der nächsten Attacke als vor dem, was gerade ist.

Die kurze Antwort

Ja, Hypnose kann bei Panikattacken eine Ergänzung sein, vor allem für die Zeit zwischen den Attacken, in der du horchst, rechnest und meidest. Sie ersetzt aber keine Psychotherapie und keine ärztliche Abklärung, und sie verspricht nicht, dass die Panik ausbleibt. Mitten in der Attacke helfen dir zuerst ein paar einfache Schritte, die du gleich hier findest. Trance State Hypnosis heißt bei Tommy: ein Thema, deine Panik, und die Worte, die du selbst für dein Herzklopfen findest.

Was du in der Attacke tun kannst

Sind Herzstolpern, Kreislaufprobleme, Brustschmerz oder Atemnot neu für dich, lass das zuerst ärztlich abklären; bei starkem Brustschmerz oder Atemnot gilt der Notruf 112. Ist der Körper abgeklärt, helfen vielen diese Schritte:

  • Bleib, wo du bist. Weggehen entlastet kurz, verstärkt die Angst aber auf Dauer.
  • Sag dir innerlich: „Ich halte das aus. Das geht vorbei.“
  • Atme bewusst in den Bauch. Kurz halten, langsam ausatmen.
  • Beweg dich oder lenk dich ab. Ein paar Treppenstufen, Arme ausschütteln, jemanden anrufen.

Quelle: BARMER, Was tun bei Panikattacken?

Was dabei im Körper passiert

Eine Panikattacke ist ein Fehlalarm: Der Körper reagiert, als wäre Gefahr da, obwohl keine ist. Er schüttet Stresshormone aus und stellt sich auf Kampf oder Flucht ein, deshalb rast das Herz, die Hände zittern und die Luft scheint knapp. Das fühlt sich bedrohlich an, ist körperlich aber in der Regel nicht gefährlich, und meist ebbt die Welle nach einigen Minuten ab.

Oft beginnt es mit etwas Harmlosem. Das Herz schlägt auf der Treppe schneller, der Gedanke „Was, wenn das ein Infarkt ist?“ kommt dazu, und die Angst treibt das Herzklopfen weiter hoch, bis daraus Herzrasen wird. Viele Attacken kommen allerdings wie aus heiterem Himmel, ohne erkennbaren Auslöser. Ob bei dir ein körperlicher Grund mitspielt, klärt am besten deine Ärztin oder dein Arzt.

Quelle: Stiftung Gesundheitswissen, Agoraphobie und Panikstörung und BARMER, Was tun bei Panikattacken?

Eine Frau sitzt auf einer Parkbank, die Hände auf den Oberschenkeln, und atmet ruhig aus.

Angst vor der Angst: wenn die nächste Attacke schon mitläuft

Nach der ersten Attacke beginnt oft etwas Zweites. Du horchst in deinen Körper, rechnest mit der nächsten Welle und meidest die Orte, an denen die letzte kam: die volle Bahn, den Supermarkt, den Platz in der Mitte der Reihe oder die Autobahn (Angst beim Autofahren). Fachleute nennen das Erwartungsangst. Sie fühlt sich wie Vorsicht an, doch genau dieser Kreislauf aus Horchen, Befürchten und Meiden hält die Panik am Laufen, weil der Körper nie erlebt, dass es auch ohne Flucht vorbeigeht.

Dahinter steckt bei vielen die Angst vor Kontrollverlust: umzukippen, verrückt zu werden oder nicht mehr wegzukommen. Mit der Zeit wiegt dann nicht mehr die Attacke am schwersten, sondern das ständige Rechnen mit ihr.

Nicht: „Mit meinem Körper stimmt etwas nicht, und es kommt wieder.“ Sondern: „Ein Teil von mir schlägt Alarm, um mich zu schützen, und hat gelernt, zu früh loszugehen.“

Quelle: Stiftung Gesundheitswissen, Agoraphobie und Panikstörung

Woran Tommy in den Sitzungen arbeitet

Die Attacke ist der Anlass, gearbeitet wird an dem, was sie umgibt. Da ist zuerst der Moment, in dem es kippt: das kleine Stolpern im Brustkorb, bevor der Gedanke an Gefahr kommt. Da ist der Teil von dir, der Alarm schlägt, weil er dich bewahren will, und der eher gehört als bekämpft werden möchte. Und da ist dein Bild von dir, denn „Ich bin jemand mit Panik“ engt anders ein als „Bei mir springt manchmal ein Alarm an“.

Dafür verbindet Tommy mehrere Wege. Die Hypnose nach Milton H. Erickson arbeitet nicht mit Befehlen wie „Sei ruhig“, sondern mit Bildern und den Worten, die du selbst für dein Herzklopfen findest. In der Arbeit mit inneren Anteilen begegnet ihr dem Alarm-Teil wie einem übervorsichtigen Wächter und fragt, wovor er dich schützen will. Dazu kommen kleine Schritte im Alltag, wie man sie aus der Verhaltenstherapie kennt: eine Station länger in der Bahn bleiben, in deinem Tempo. Daraus kann ein Anstoß werden, der dir im Moment, in dem das Herz stolpert, etwas mehr Spielraum lässt.

Was belegt ist und was nicht

Kommen die Attacken immer wieder, sprechen Fachleute von einer Panikstörung. Die deutsche Leitlinie empfiehlt dafür zuerst Psychotherapie, meist kognitive Verhaltenstherapie, und je nach Lage Medikamente. Das ist der gut belegte Weg und bleibt die erste Wahl. Alles, was Medikamente betrifft, gehört in ärztliche Hand.

Quelle: AWMF, S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen und Patientenleitlinie (PDF)

Für Hypnose ist die Lage dünner. Eine ältere Meta-Analyse über 18 Studien zu verschiedenen Beschwerden fand, dass Hypnose zusätzlich zur Verhaltenstherapie im Schnitt mehr brachte als Verhaltenstherapie allein. Zu Panik selbst gibt es kaum eigene Studien, deshalb bleibt Hypnose hier eine Ergänzung.

Quelle: Kirsch, Montgomery & Sapirstein (1995), Journal of Consulting and Clinical Psychology 63, 214–220

So läuft eine Sitzung bei Panik ab

Die Sitzung läuft 1:1 per Video. Du bleibst wach, hörst alles und kannst jederzeit sprechen oder abbrechen.

  1. Auslöser und Umwege benennen. Die volle Bahn, der Supermarkt, das Stolpern des Herzens.
  2. Abstand zum Körpergefühl üben. In einem ruhigen Zustand übst du, das Herzklopfen zu bemerken, ohne gleich mitzugehen.
  3. Der Angst vor der nächsten Attacke begegnen. Ihr geht in Gedanken an einen der gemiedenen Orte, und du erlebst, wie die Welle kommt und wieder geht.

Quelle: NetDoktor, Hypnose

Rechne für die erste Sitzung mit etwa 90 Minuten, für weitere mit etwa 60 Minuten. Ist es eher ein dauerhaftes Grundgefühl von Angst als einzelne Attacken, passt Hypnose bei Angst besser. Kommt die Panik vor allem vor dem Fliegen, lies bei Flugangst weiter. Kreist die Sorge auch ohne Attacke um Herz und Gesundheit, passt Angst vor Krankheiten.

Erstgespräch und Preis

Bevor du etwas zahlst, sprecht ihr 30 Minuten kostenlos über deine Attacken, und du darfst danach Nein sagen. Trance State Hypnosis kostet 250 € für ein Thema, in der Regel 1 bis 3 Sitzungen, alle im Preis. Tommy sitzt in Leipzig und arbeitet ausschließlich online. Mehr dazu unter Kosten.

Was oft gefragt wird

Kann Hypnose Panikattacken stoppen?

Das kann niemand ehrlich versprechen. Hypnose kann dir helfen, Abstand zum Körpergefühl zu üben und das ständige Horchen in den Körper anzuschauen. Wie viel sich verändert, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Ist Hypnose die erste Wahl bei einer Panikstörung?

Nein. Zuerst empfohlen werden Psychotherapie und je nach Lage Medikamente. Hypnose kann das ergänzen, eine laufende Behandlung sprichst du am besten mit deiner Therapeutin oder deinem Arzt ab.

Herzstolpern oder Kreislauf: Muss ich erst zum Arzt?

Ja, wenn die Beschwerden neu sind oder du unsicher bist. Herzstolpern, Schwindel oder Druck auf der Brust können viele Ursachen haben, und Tommy stellt keine Ferndiagnose. Ist der Körper abgeklärt, könnt ihr in Ruhe an der Angst arbeiten.

Funktioniert das online, wenn die Attacke zu Hause kommt?

Die Sitzungen sind geplante Termine, keine Hilfe im Akutfall. Ist der Alarm gerade akut oder bist du unsicher, ob es körperlich ist, geht der Notfallweg vor: Notruf 112 oder ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117. Für die geplante Arbeit kann dein Zuhause ein guter Ort sein, denn dort taucht die Angst ja auch auf.

Die nächste Attacke muss heute nicht ausbleiben. Ein Gespräch reicht für den Anfang.

Erzähl Tommy, wie deine letzte Attacke anfing

Im Erstgespräch (30 Minuten, kostenlos) erzählst du Tommy, wie deine Attacken ablaufen. Er sagt dir offen, ob Hypnose dazu passt oder ob ein anderer Weg zuerst dran ist.

Drei kurze Fragen. Du musst nichts perfekt beantworten. Sie helfen dir und Tommy, die 30 Minuten gut zu nutzen.

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