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Hypnoze

Hypnose-Erfahrungen: Wie fühlt sich eine Sitzung an, und was passiert nicht?

Wie fühlt sich Hypnose an, was passiert dabei nicht, und wie liest du Berichte aus Foren? Klientenzitate findest du hier keine. Warum, steht weiter unten.

Eine Person nimmt im Sessel die Kopfhörer ab und lächelt leicht.

Kennst du das?

  • Im Forum schwärmt jemand von der ersten Sitzung, zwei Beiträge weiter nennt es jemand rausgeworfenes Geld, und du weißt nicht, wem du glauben sollst.
  • Hypnose kennst du nur aus Shows.
  • Du fragst dich, ob du dich vor einer Kamera fallen lassen kannst.
  • Du hast ein Audio probiert und bist beim Einkaufszettel gelandet.
  • Du willst nicht die Person sein, bei der es nicht klappt.

Wie fühlt sich das an?

Vielleicht hast du ein Bild aus dem Fernsehen im Kopf: Jemand sackt auf der Bühne zusammen und gehorcht. Eine Sitzung ist anders, meist eher unspektakulär: Du sitzt bequem, schließt die Augen und hörst zu, während deine Aufmerksamkeit enger und ruhiger wird. Dabei bleibst du wach und kannst jederzeit etwas sagen.

Was manche danach beschreiben:

  • Arme oder Beine fühlen sich schwer an.
  • Es wird warm, etwa in den Händen.
  • Die Zeit fühlt sich kürzer oder länger an, als sie war.
  • Bilder tauchen lebhaft auf, fast wie ein Tagtraum.

Andere erleben nur Ruhe, und auch das ist normal. Denn Hypnose nutzt Fähigkeiten, die du ohnehin hast: Fokus, Vorstellungskraft und Erwartung.

Quelle: NetDoktor, Hypnose (wach und aufmerksam); Adam Eason, „The Science of Self-Hypnosis“, Kapitel 1.

Was passiert nicht?

  • Du schläfst nicht. Du bist wach und aufmerksam.
  • Du verlierst nicht die Kontrolle. Manche Bewegung fühlt sich an, als käme sie von selbst. Willenlos bist du nicht.
  • Du kannst Nein sagen. Ein Vorschlag, der nicht passt, bleibt einfach liegen.
  • Du kannst jederzeit aufhören. Augen auf, und die Sitzung ist vorbei.
  • Es ist keine Show. Niemand führt dich vor.

Quellen: NetDoktor, Hypnose (nicht willenlos); Lynn, Rhue & Weekes (1990), Hypnotic involuntariness: A social cognitive analysis, Psychological Review 97, 169–184; Planet Wissen, Hypnose (Abgrenzung zur Showhypnose).

Was Forenberichte zeigen, und was nicht

Ein Forenbeitrag ist im besten Fall ein ehrlicher Einzelfall, mehr nicht. Er zeigt, wie es dieser einen Person ergangen ist, und oft fehlt genau das, was du zum Einordnen bräuchtest: Wer hat da gearbeitet, mit welcher Ausbildung? Ging es ums Rauchen, um Angst oder um etwas ganz anderes? Dazu kommt, dass oft eher schreibt, wer begeistert oder enttäuscht ist, als jemand, dem es einfach ein Stück besser geht.

Beim Lesen helfen dir drei Fragen:

  • Um welches Thema ging es, und ähnelt es deinem?
  • Saß da ein Mensch live gegenüber, oder lief eine Aufnahme?
  • Klingt der Bericht nach Wunder oder nach Reinfall? Beides sagt wenig über dich.

Und falls dir in einem Forum jemand rät, Medikamente abzusetzen: Das klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, nicht mit Fremden im Netz.

Und wenn in Berichten „Hypnotherapie“ steht?

Dann meint der Bericht meist mehr als die Trance allein. Zur Hypnotherapie gehört neben der Trance ein Gespräch über dein Anliegen: Erst wird verstanden, worum es geht, dann wird daran gearbeitet. Wer davon erzählt, beschreibt deshalb oft das Gespräch und kleine Veränderungen im Alltag, nicht nur das Gefühl in der Sitzung. Wer das anbietet und was die Forschung dazu sagt, liest du bei Hypnotherapie. Wie so ein Rahmen bei einem konkreten Thema aussieht, zeigt Hypnose zum Abnehmen.

Warum hier keine Erfahrungsberichte stehen

Hypnoze ist ein junges Angebot, und Tommy erfindet keine Stimmen. Außerdem setzt das Heilmittelwerbegesetz Werbung mit Äußerungen Dritter für Gesundheitsangebote Grenzen. Und Sätze wie „nach einer Sitzung war alles weg“ wären genau die Versprechen, die Hypnoze nicht macht. Deshalb liest du hier, wie sich eine Sitzung anfühlen kann, und urteilst im Gespräch selbst.

Wie läuft eine Sitzung bei Tommy ab?

Du sitzt zu Hause, Kopfhörer auf, Kamera an. Tommy sitzt in Leipzig (zum Praxissitz) und arbeitet ausschließlich online, live und 1:1 per Video statt mit einer Aufnahme. Zuerst sprecht ihr über dein Thema, und Tommy hört genau hin, mit welchen Worten du es beschreibst, denn diese Worte tauchen später in der Hypnose wieder auf.

Tommy arbeitet mit Hypnose nach Milton H. Erickson, also mit Bildern und deiner eigenen Sprache statt mit Befehlen. Es kann sein, dass du dir einen vertrauten Moment vorstellst und ihn diesmal ein Stück von außen siehst. Es kann auch sein, dass ihr mit einem Teil von dir sprecht, etwa dem, der immer zur Vorsicht rät, und du merkst, dass er dich eigentlich schützen will. Und damit die Sitzung nicht im Sessel bleibt, nimmst du ein paar kleine Schritte aus der Verhaltenstherapie mit in die Tage danach.

Die Sitzung ist eher Anstoß als Komplettlösung: Die Idee ist, einmal aus der vertrauten Schleife auszusteigen und auszuprobieren, wie sich eine andere Erfahrung anfühlt. Die erste dauert etwa 90 Minuten, weitere meist um die 60 Minuten; was du brauchst, steht unter Hypnose online. Trance State Hypnosis heißt: 250 € für ein Thema, in der Regel 1 bis 3 Sitzungen, alle im Preis. Mehr dazu unter Kosten.

Was, wenn ich nichts Besonderes spüre?

Das heißt noch nicht, dass Hypnose nichts für dich ist. Oft fehlt einfach Übung.

Viele halten sich vorab für „nicht hypnotisierbar“, als wäre das angeboren. Dabei ist ruhiges Fokussieren ein normales Erleben, und wie stark du darauf reagierst, lässt sich üben. In einer Studie sprachen Menschen, die anfangs wenig reagierten, nach einem Training deutlich stärker an. Ob du Zugang zur Hypnose findest, klärt ihr im Erstgespräch, nicht vorher im Kopf.

Quelle: Gorassini & Spanos (1986), A social-cognitive skills approach to the successful modification of hypnotic susceptibility, Journal of Personality and Social Psychology 50, 1004–1012.

Wenn du vorher ein Gefühl dafür willst: Hypnose kurz ausprobieren (90 Sek.). Das ist eine Übung, keine Prognose.

Was oft gefragt wird

Gebe ich die Kontrolle ab?

Nein. Du entscheidest, worauf du dich einlässt. Wenn dir etwas nicht passt, sagst du es oder öffnest die Augen.

Bin ich hypnotisierbar?

Das musst du vorher nicht wissen. Wie gut jemand auf Hypnose anspricht, ließ sich in einer Studie durch Übung deutlich verbessern.

Muss ich die Augen schließen?

Nein. Manchen fällt es mit geschlossenen Augen leichter, bei der Stimme zu bleiben. Du kannst sie aber jederzeit öffnen.

Wie fühle ich mich nach der Sitzung?

Manche brauchen danach ein paar Minuten, um wieder ganz da zu sein, ähnlich wie nach dem Aufwachen. Plane deshalb etwas Ruhe ein, bevor du in den Alltag zurückgehst.

Kann ich Forenberichten trauen?

Als Einzelfälle ja, als Vorhersage für dich eher nicht. Drei Fragen zum Einordnen findest du oben im Abschnitt zu Forenberichten.

Sind Erfahrungen mit Hypnotherapie anders?

Oft ja. Berichte über Hypnotherapie erzählen häufig mehr vom Gespräch und von kleinen Schritten im Alltag als vom Gefühl in der Sitzung.

Du musst nicht glauben, dass es bei dir klappt. Eine Frage stellen reicht.

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Im Erstgespräch (30 Minuten, kostenlos) stellst du Tommy alle Fragen, die dir keine Bewertung beantwortet. Danach entscheidest du in Ruhe.

Drei kurze Fragen. Du musst nichts perfekt beantworten. Sie helfen dir und Tommy, die 30 Minuten gut zu nutzen.

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