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Hypnoze

Hypnotherapie: was dahinter steckt und wie es online abläuft

Du hast ein Thema, und „Hypnose“ klingt dir zu sehr nach Bühne. Hier erfährst du, was Hypnotherapie ist, worin sie sich von Hypnose unterscheidet, was die Forschung dazu sagt und wie Tommy online damit arbeitet.

Wellenringe breiten sich auf einem ruhigen See aus, wo gerade ein Stein eingetaucht ist.

Kennst du das?

  • Du sagst dir: Heute nicht. Und nach dem Essen liegt die Zigarette schon zwischen deinen Fingern.
  • Du trägst ein Thema seit Jahren mit dir herum und willst wissen, ob das hier jemand ernsthaft macht.
  • Du willst nicht, dass jemand etwas mit dir macht. Du willst wissen, was in der Stunde passiert.
  • Zehn Anbieter, und du kannst nicht beurteilen, wer was gelernt hat.

Was ist Hypnotherapie?

Hypnotherapie heißt: Hypnose wird als Werkzeug in einem therapeutischen Gespräch eingesetzt. Sie nutzt Fähigkeiten, die du längst hast: Fokus, Vorstellungskraft und Erwartung. Du bleibst dabei wach und kannst jederzeit abbrechen.

Vielleicht kennst du das: Du weißt genau, was du anders machen willst, und im entscheidenden Moment läuft es trotzdem wieder wie von allein. Die Hand greift zur Zigarette, das Herz schlägt vor dem Meeting bis zum Hals. An Wissen fehlt es selten. Was fehlt, ist der Zugang zu diesem einen Moment, und genau dort setzt therapeutische Hypnose an. Bei Hypnoze heißt das Trance State Hypnosis: ein Thema, ein Mensch, deine Worte statt Standardtext.

Mit der Bühnenshow hat das wenig zu tun, und niemand „macht“ etwas mit dir. Hypnose ist eher etwas, das du tust, als etwas, das dir passiert: Tommy führt, und du lenkst deine Aufmerksamkeit. Wie gut du darauf ansprichst, ist auch nicht in Stein gemeißelt, in Studien ließ sich das mit Übung steigern.

Quelle: Gorassini & Spanos (1986), Journal of Personality and Social Psychology 50, 1004–1012

Was ist der Unterschied zwischen Hypnose und Hypnotherapie?

Hypnose meint zuerst die Methode und das, was dabei mit deiner Aufmerksamkeit passiert: Sie bündelt sich auf eine Sache, und alles andere tritt zurück, ähnlich wie im Zug, wenn du so in ein Buch vertieft bist, dass du die Durchsage überhörst. Von Hypnotherapie spricht man, wenn Hypnose in einem therapeutischen Gespräch genutzt wird, um an einem bestimmten Anliegen zu arbeiten, etwa an dem Griff zum Handy, sobald es still wird.

Daneben gibt es Formen, die ähnlich klingen und etwas anderes wollen. Showhypnose auf der Bühne soll unterhalten, Selbsthypnose übst du allein, oft mit einer Aufnahme, und Coaching mit Hypnose arbeitet vor allem an Zielen und Entscheidungen. Die therapeutische Hypnose arbeitet an deinem Erleben, und du bleibst dabei ansprechbar.

Das Wort „Hypnotherapie“ sagt allerdings noch nichts darüber, wer da mit dir arbeitet. Ärztinnen, Psychotherapeuten und Heilpraktiker nutzen Hypnose, mit sehr unterschiedlicher Ausbildung, und was das für dich bedeutet, steht in den Hinweisen. Deshalb lohnt sich neben „Was hat dieser Mensch gelernt?“ eine zweite Frage: Wie arbeitet er mit dir? Das merkst du am ehesten im Gespräch, und wie Tommy arbeitet, steht gleich hier darunter.

Quelle: NetDoktor, Hypnose; Deutsche Gesellschaft für Hypnose, Was ist Hypnose?

Woran Tommy in den Sitzungen arbeitet

Du kommst mit einem Symptom: der Zigarette nach dem Essen, dem Grübeln um drei Uhr nachts. Es ist der Anlass, aber selten der eigentliche Gegenstand. Gearbeitet wird an dem, was es am Laufen hält: an einem eingeübten Ablauf, an inneren Bildern und an deinem Bild von dir selbst. Wer sich als „Angsthase“ oder „Raucher“ sieht, findet sich im entscheidenden Moment oft genau dort wieder.

Vorher: „Mir fehlt die Disziplin.“ Jetzt: „Ein Teil von mir sorgt auf seine Art für mich, und mit ihm kann ich reden.“

Dafür verbindet Tommy mehrere Wege:

  • Hypnose nach Milton H. Erickson. Statt Befehlen arbeitet Tommy mit Bildern, kleinen Geschichten und deinen eigenen Worten. Was nicht zu dir passt, lässt du liegen.
  • Arbeit mit inneren Anteilen. Ein Teil von dir will etwas ändern, ein anderer hält am Alten fest, weil er so für Ruhe, Schutz oder eine Pause sorgt. Ihr hört ihm zu, statt gegen ihn zu kämpfen.
  • Fragen, die zwei gute Wege offenlassen. Zum Beispiel: Magst du erst über den Moment sprechen oder gleich in die Hypnose gehen? Solche Fragen, in der Fachsprache Double Binds, lassen dir die Wahl, ohne dich festzulegen.
  • Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie. Der praktische Teil: Auslöser kennen, automatische Gedanken prüfen und für den kritischen Moment einen Plan haben, der im Alltag trägt.
  • Aufmerksam für das, was zwischen euch passiert. Manchmal zeigt sich ein Muster schon im Gespräch, etwa wenn du Tommy gegenüber so vorsichtig wirst wie bei deiner Chefin. Das kommt dann behutsam zur Sprache.

Was all das verbindet, ist ziemlich alltäglich. Wer mit einem Thema kämpft, ist oft schon mittendrin, bevor etwas passiert: Die Gedanken drehen ihre bekannte Runde, der Körper spielt mit, und je mehr du dagegen ankämpfst, desto enger wird der Kreis. In der Hypnose nach Erickson heißt das Problemtrance. In der Sitzung geht es darum, diese Runde zu bemerken und dieselbe Situation einmal anders zu erleben, mit mehr Abstand und vielleicht einer neuen Reaktion.

Hypnose drückt dabei keinen Knopf, der den alten Ablauf abstellt. Tommy beschreibt es lieber mit einem Bild: Du stehst still an einem See und wirfst einen einzigen Stein ins Wasser. Die Wellen breiten sich langsam aus, Ring um Ring, bis sie bei dir am Ufer ankommen. Wer ungeduldig wird und Stein um Stein hinterherwirft, sieht bald nur noch Wellen, die sich überlagern, und weiß nicht mehr, welche vom ersten Stein kam und was nur Unruhe ist. Eine Sitzung ist eher dieser eine Stein, und dann braucht es etwas Ruhe, damit sich zeigen kann, was er in Bewegung setzt.

Das Ziel ist mehr persönlicher Spielraum: dass du im entscheidenden Moment öfter selbst wählst, statt dass der alte Ablauf für dich wählt. Ob du dafür guten Zugang zur Hypnose hast, klärt ihr im Erstgespräch.

Wobei wird Hypnotherapie eingesetzt, und was ist belegt?

Das kommt stark auf das Thema an, und ein Heilversprechen gibt es bei keinem davon.

Schmerz gehört zu den am besten untersuchten Feldern. Studien zeigen, dass Hypnose das Schmerzerleben mindern kann, etwa bei medizinischen Eingriffen oder chronischen Schmerzen. Unklare Schmerzen gehören trotzdem zuerst ärztlich abgeklärt.

Quelle: Jensen et al. (2009), International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis 57, 198–221; Sellick & Zaza (1998), Cancer Prevention and Control 2, 7–14

Ängste: Hier wird Hypnose vor allem als Ergänzung zur Verhaltenstherapie untersucht. In einer Meta-Analyse über verschiedene Themen, darunter Ängste, brachte die Kombination im Schnitt mehr als Verhaltenstherapie allein; als alleiniges Verfahren ist die Lage dünner. Bei Angststörungen bleibt Psychotherapie, je nach Lage mit Medikamenten, die erste Wahl. Mehr dazu auf der Seite Hypnose bei Angst.

Quelle: Kirsch, Montgomery & Sapirstein (1995), Journal of Consulting and Clinical Psychology 63, 214–220; AWMF, S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen

Rauchen: Die Ergebnisse sind uneinheitlich. Gegen vergleichbar lange Verhaltensberatung schneidet Hypnose nicht klar besser ab. Details auf der Seite Rauchen.

Quelle: Cochrane, Hypnotherapie zur Raucherentwöhnung

Schlaf und Stimmung: Dazu gibt es bisher wenig gute Forschung. Hypnose kann Entspannungs- und Vorstellungsübungen einen Rahmen geben. Dass sie Schlafstörungen oder Depressionen behandelt, ist aber nicht belegt.

Wer macht das bei Hypnoze, und wie läuft es online?

Tommy Müller ist Heilpraktiker für Psychotherapie. Er sitzt in Leipzig und arbeitet ausschließlich online, mit Menschen aus ganz Deutschland. Was Hypnose kann und was nicht, steht in den Hinweisen.

Du sitzt per Video in deinem eigenen Raum, ohne Anfahrtsweg und Wartezimmer. Wie das technisch funktioniert, erklärt die Seite Hypnose online.

Wann ist etwas anderes zuerst dran?

Manchmal ist Hypnose nicht der erste Schritt. Das ist kein Urteil über dich, sondern eine Frage der Reihenfolge:

  • Akute Krise, schwere Depression oder Gedanken, dir etwas anzutun: Dann ist der erste Weg eine Ärztin, ein Arzt oder eine Psychotherapeutin.
  • Körperliche Beschwerden, die noch niemand abgeklärt hat: erst zur Hausärztin oder zum Hausarzt.
  • Akute Psychose: Dann ist Hypnose nicht geeignet. Bei Trauma braucht es besondere Vorsicht und oft einen anderen Rahmen.
  • Medikamente: Besprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, ob etwas dagegen spricht. An deiner Medikation ändert eine Sitzung nichts.
  • Alkohol und Drogen: Unter ihrem Einfluss findet keine Hypnose statt.

Sorgfältig eingesetzt gilt Hypnose als gut verträglich, und sie kann eine laufende Behandlung ergänzen, wenn alle einverstanden sind. Du bleibst die ganze Zeit ansprechbar: Wühlt dich etwas auf, haltet ihr an und sprecht darüber. Ob eine dieser Grenzen dich betrifft, klärt ihr im Erstgespräch.

Quelle: NetDoktor, Hypnose: Anwendungsgebiete und Grenzen

So läuft es ab

  1. Erstgespräch. Ihr sprecht 30 Minuten, kostenlos, per Video. Du schilderst dein Thema, und Tommy sagt dir offen, ob Hypnose passt oder ob ein anderer Weg besser ist.
  2. Den Moment finden. In der ersten Sitzung geht es um die konkrete Situation: Wann passiert es, wo, und was spürst du dabei?
  3. Hypnose. Tommy führt dich in einen ruhigen, nach innen gerichteten Zustand. Du gehst in Gedanken in die Situation und probierst eine neue Reaktion aus.
  4. Weiterarbeiten. Die erste Sitzung dauert etwa 90 Minuten; je nach Thema folgen weitere von etwa 60 Minuten.

Die Hypnose kostet 250 € für ein Thema, in der Regel 1 bis 3 Sitzungen, alle im Preis. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt das in der Regel nicht, mehr dazu unter Kosten.

Was oft gefragt wird

Wie viele Sitzungen braucht Hypnotherapie?

Das hängt vom Thema ab, eine feste Zahl kann niemand ehrlich versprechen. Bei Hypnoze kostet ein Thema 250 €, in der Regel 1 bis 3 Sitzungen, alle im Preis.

Was passiert nach der Sitzung?

Du bist wach und klar, wenn die Sitzung endet. Nimm dir danach ein paar Minuten, bevor du weitermachst. Was ihr in der Sitzung geübt habt, kannst du im Alltag allein wiederholen.

Ist das nicht nur Placebo? Und bin ich überhaupt hypnotisierbar?

Erwartung spielt bei Hypnose eine große Rolle. Das ist kein Trick, sondern Teil dessen, wie sie funktioniert, und wird offen erklärt. Wie gut jemand anspricht, ist nicht festgelegt. Erwartung und Übung spielen dabei mit.

Verliere ich in der Hypnose die Kontrolle?

Nein. Du bleibst wach, hörst alles und kannst jederzeit sprechen, die Augen öffnen oder abbrechen. Vorschläge, die nicht zu dir passen, kannst du ablehnen. In der Regel erinnerst du dich an die ganze Sitzung.

Diese Seite kann dir nicht sagen, ob Hypnose zu deinem Thema passt. 30 Minuten Gespräch schon eher.

Erst reden, dann entscheiden

Im Erstgespräch (30 Minuten, kostenlos, per Video) erzählst du Tommy, worum es geht. Er sagt dir offen, ob Hypnose dafür passt oder ob ein anderer Weg besser ist. Danach entscheidest du in Ruhe.

Drei kurze Fragen. Du musst nichts perfekt beantworten. Sie helfen dir und Tommy, die 30 Minuten gut zu nutzen.

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